Recruiting – „David vs. Goliath“ und „woher nehmen, wenn nicht stehlen?“

Und da ist es schon wieder, dieses ungeliebte Wort das durch die Köpfe hallt – Fachkräftemangel.

Früher oder später betrifft es jedes Unternehmen, egal wie gut es heute aufgestellt ist.

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten warum dies Eintreffen kann, beispielsweise vergrößert sich das Unternehmen oder es ist auf einmal so weit und der vermeintlich beste Kopf tritt seinen wohlverdienten Ruhestand an – und nun? Da muss ein Ersatz her, ein würdiger, ein gut ausgebildeter mit mehreren Jahren Berufserfahrung, eine Fachkraft halt…

Doch wo findet man diese eigentlich? Und finden diese Fachkräfte uns? Einfach ist das beim besten Willen nicht, die besten Köpfe sind begehrt wie nie und grade als Unternehmen das keinen „großen Namen“ zu bieten hat stellt man sich mit einer solchen Ausschreibung oft dem Kampf David vs. Goliath.

Auf den Recruiting-Plattformen (z.B. indeed.com, stepstone.de, monster.de etc.) wird diese Ausschreibung dann gleich neben denen der „Großen“ aufgelistet.

Da stellt sich berechtigter Weise die Frage: Wie sollen wir denn dagegen ankommen?

Dann hilft tatsächlich oft die Erkenntnis das vielen Leuten meist der Inhalt der Stelle wichtiger ist als der Name oder die Größe des Unternehmens: Wie sieht also die Aufgabe selbst aus? Wieviel Verantwortung kann übernommen werden? Wird mir ein kreatives Arbeitsumfeld geboten? Komme ich in ein nettes innovatives Team? Und so weiter. Eben all das was einen „David“ auszeichnet. Und genau damit kann und sollte man in der Anzeige punkten.

Deshalb hier SIEBEN Tipps für die Stellenbeschreibung:

  1. Die Stelle sollte einen kurzen „knackigen“ und vor allem verständlichen Titel haben.
    Dabei gilt es zu bedenken: Wonach suchen die Leute in der Suchfunktion?
  2.  

  3. Das Unternehmen sollte in einer kurzen Einleitung vorgestellt werden. Warum sollte jemand genau dort arbeiten wollen? (oft haben kleinere Unternehmen durchaus viele Vorteile für den Arbeitnehmer – deshalb bitte keine Scheu diese auch hier aufzuführen)
  4.  

  5. Der Bewerber sollte sich direkt angesprochen fühlen: gerne auch per „Du“, wenn das der Philosophie entspricht.
  6.  

  7. Zur Übersicht gehören auch immer aussagekräftige Stichpunkte zum Inhalt der Stelle. So toll das Unternehmen auch klingt, aus der Stelle muss hervorgehen was fachlich erwartet wird.
  8.  

  9. Was macht das Unternehmen attraktiv? Was kann dem Bewerber geboten werden? Sind es flexible Arbeitszeiten, Urlaub am Geburtstag oder die Möglichkeit beim Aufbau eines neuen Teams mitzuwirken, Aufstiegsmöglichkeiten etc.? Hier gibt es die Chance sich klar von anderen Stellenanzeigen abzugrenzen.
  10.  

  11. Eine Kontaktperson gibt der Anzeige immer eine Persönlichkeit, das Gefühl das sich jemand direkt kümmert: Wohin sollen die Bewerber ihre Unterlagen also schicken? Soll vielleicht auch eine Telefonnummer für Rückfragen angegeben werden?
  12.  

  13. Und zu guter Letzt: Welche zusätzlichen Unterlagen werden von dem Bewerber neben einem Anschreiben und einem Lebenslauf noch benötigt?
    a. Nachweis über einen Hochschulabschluss?
    b. Weitere Zeugnisse (Abitur/Zertifikate/etc.)?
    c. Angabe von Gehaltsvorstellungen? (Sicherlich wird diese Angaben nicht immer „gefallen“ aber am Ende zeigt sie auch wer zum Unternehmen passt.)

Über den Weg der klassischen Ausschreibungsportale hinaus nehmen soziale Business-Kanäle wie Xing und vor allem LinkedIn beim Rekrutieren einen immer größer werdenden Stellenwert ein.

Gibt es ein Firmen-Profil auf Xing, Linkedin oder Facebook? Dann macht es Sinn auch hier die Stelle auszuschreiben. Die Verbreitung der Stelle über das Netzwerk, Freunde, Bekannte und weitere Multiplikatoren kann tatsächlich sehr effektiv sein. Und dann sollte man hier durchaus auch selbst aktiv werden – die Suchfunktion bei Linked.in und Xing kann helfen einen passenden Bewerber zu finden, indem man diesen direkt über sein Profil anschreibt. 

Manche Leute wollen aus ihrer „Komfortzone“ abgeholt werden, haben einen Wechselwillen aber noch nicht das richtige Angebot und fühlen sich wohl bei dem Gedanken aufgrund ihres aussagekräftigen Profils und ihrer Ausbildung angeschrieben zu werden. Oft sind es die, die sich sonst nicht beworben hätten, die aber genau die Fachkräfte sind, die gesucht werden. Die gut ausgebildeten, mit mehreren Jahren Berufserfahrung, eine Fachkraft halt.

billyard – der Mitarbeiterbenefit, der jeden Anspricht

Weitere Beiträge